Hamburg Business Centre
   
Schleswig-Holstein Business
Centre (WTSH)
   
Investitionen in Schleswig - Holstein
   
BSCI Representative Office in Indien
   
Social Compliance und BSCI
   
IGEP - Zertifizierung
von Natursteinen
   
German-Indian Round Table (GIRT)
   
Natursteine und Mineralien (MICA & Stone)
   
Rugmark Stiftung Indien
 
The Little Keb-School
 
 
 

Der Initiator: Dr. Dietrich Kebschull

 

Dr. Dietrich Kebschull (geb.1940) ist Vorsitzenderder IGEP Stiftung, die ihren Sitz in Gurgaon in der indischen Hauptstadtregion von Neu Delhi  hat. Er studierte in Deutschland Volkswirtschaft und promovierte 1968 mit einer Dissertation zur Exportförderung Italiens. Seine berufliche Tätigkeit beganner 1965 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hamburgischen Welt-Wirtschaft-sarchiv (HWWA).  Er arbeitete danach als Journalist und Chefredakteur von Wirtschaftfachzeitschriften und war Abteilungsleiter und Leitender Wissenschafticher Direktor am Institut für Weltwirtschaft (HWWA).

Sehr früh spezialisierte er sich auf die Gebiete Außenhandel, Entwicklungsländer und internationales Marketing.  1968 erhielt er seinen ersten Lehrauftrag für Entwicklungspolitik an der  Universität Hamburg.  Es folgten Gast- und Honorarprofessuren im In- und Ausland, u.a. in Bielefeld und Neu Delhi.Lehrverpflichtungen bestehen bis heute an indischen Business Schools und Universitäten, speziell zu Themen des internationalen Handels und Marketings. Nach zahlreichen längeren Studienaufenthalten und Projekteinsätzen in Asien, Afrika und Lateinamerika übernahm er die Leitung des Indisch-Deutschen Exportförderungs- Programms (IGEP), das im Jahre 1987 aufgrund  eines Vorschlags des indischen Premierministers Rajiv Gandhi und des deutschen BundeskanzlersHelmut Kohl entstand. IGEP wurde als gemeinsames Programm beider Regierungen vom  indischen Handelsministerium (MoC) und dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingerichtet und bis Mitte 2005 von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) durchgeführt. Auf Wunsch des indischen Ministeriums für Handel und Industrie (MoC&I) wurde die Arbeit danach  mit offizieller indischer Unterstützung von der  IGEP Foundation als privater Organisation fortgestzt, um besonders kleine und mittlere Unternehmen beim Außenhandel und Auslandsinvestitionen zu fördern und hierbei besonders die Nachhaltigkeit zu sichern.

Das deutsche Bundesministeriumfür Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ernannte   Dr. Kebschull bereits 1972 zum Mitglied des  wissenschaftlichen Beirats, als dessen Vorsitzenderer 10 Jahre lang fungierte. Daneben war er auf seinen Fachgebieten als hochrangiger Sonderberater für internationale Organisationen wie UNDP, UNCTAD, UNIDO, die Europäische Kommission, die Weltbank und den IMF tätig.  Er war über viele Jahre als Mitglied der Planungskommission der Konrad Adenauer Stiftung und des Sonderausschusses des Bundes für Entwicklungspolitik in Bonn tätig.

In seiner heutigen Position als Stiftungsvorsitzender führt er die achtzehn JahreArbeit von IGEP fort. Im Vordergrund stehen weiterhin die Verbesserung der Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen Indien und Deutschland, sowie anderen  europäischen Staaten und mit ausgewählten Entwicklungs- und  Schwellenländern.Die Schwerpunktaufgabe von IGEP besteht in der Beratung kleiner und  mittlerer Unternehmen bei allen Fragen zur  Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit, einschließlich der Gründung von Tochter- und Partnerschaftsunternehmen. Im Auftrag des Landesministeriumsfür Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI),vertritt er die wirtschaftlichen Belange für mittelständische Unternehmen der  Freien und Hansestadt Hamburg und im Auftrag der WTSH - Wirtschaft und Technologietransfer GmbH, Kiel, des Bundeslandes Schleswig-Holstein in Indien. In dieser Eigenschaft leitet er das Hamburg- und das Schleswig-Holstein Business Centre in Gurgaon, in der Hauptstadtregion Neu Delhi. Als IGEP Stiftungsvorsitzender führt er zudem als offizieller Vertreter Indiens die Repräsentanz  der Initiative für Sozialverträglichkeit (Business Social Compliance Initiative – BSCI ) der Europäischen Außenhandelsvereinigung (FTA) in Brüssel.


Darüberhinaus gehört er dem Vorstand der RUGMARK Organisation an. Er ist Gründungsvorsitzender  dieserzu Beginn der  90-er Jahre  eingerichteten Institution, deren Ziel es ist, die Herstellung und denExport von indischen Teppichenohne Kinderarbeit zu sichern  und zu fördern. Dieser Sektor war zuvor wegen des Verdachts der Kinderarbeit  von einem internationalen Handelsboykottbedroht, was Tausenden von Menschen in Armutsregionen die Existezgrundlage entzogen hätte.

Während seiner Tätigkeit in Indien unterstützte er etwa 4000 indische und deutsche Unternehmen in allen Fragen des Exports. Er plante und organisierte über 500 Messeteilnahmen in Indien und im  Ausland. Er wirkte an der Gründung  von über 50 Joint Ventures und Tochterfirmen mit und konnte eine große Zahl mittelständischer Firmen beim Markteintritt-in Indien und EU-Staaten-behilflich sein. Als sehr erfolgreich erwies sich seine tragende Rolle  bei der Einrichtung von Design- und Qualitäts-prüfungs-Einrichtungen in Indien, die oft in Zusammenarbeit mitdeutschen und andereninternationalen Instituten erfolgte und so nachhaltige Kooperationenförderte. Er ist bis heute Mitglied des Vorstands des Nationalen Instituts für Design und Entwicklung der Schuhindustrie, des Produkt- und Entwicklungszentrums der indischen Schmuckindustrie und mehrerer privater Institute.

Während im Bereich der Export- und Investitionsförderung das Hauptaugenmerk zunächst über-wiegend auf Marketing, Produktqualität, Management und Design gelegt wurde, erkannteDr. Kebschull bereitssehr früh die Bedeutung von Kernfragen des sozialen Standards und Umweltschutzes und deren Bedeutung für Hersteller, Verbraucher und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Er übernahm insoweit eine Schlüsselrolle für die indische Wirtschaft bei sektorbezogenen Regularien zur Vermeidung negativer Auswirkungen von Sanktionenaufgrund europäischer und amerikanischer Vorschriften. Anfang der 90-er Jahre bereits initiierte er so das RUGMARK-System zur aktiven Bekämpfung illegaler Kinderarbeit. Durch diesesSystem, das die Herstellung von Teppichen ohne Kinderarbeit sicherstellt, konnte der damals drohende Zusammenbruch der industriellen Teppichherstellung effektiv verhindert werden. Bis zum heutigen Tag konnten so mehr als 10 Millionen Teppiche, die das RUGMARK Label tragen, exportiert werden.

Sehr erfolgreichwar Dr. Kebschull mit IGEP auch bei der Durchsetzung des deutschen Verbots der Verwendung von Penta-Chloro-Phenol (PCP); und danach weiterer, weitaus umfassenderer Verboteder Verwendung von gesundheitsschädlichenund krebserreregenden Farbstoffen, von Formaldehyd, Nickel,Schwermetallen, Quecksilber, etc. Auch bei der Beseitigung Technischer Handelshemmnisse(TBT) und bei der Einführung von sanitären und phyto-sanitären Standards(SPS) spielt die IGEP-Beratung unter seiner Führung weiterhin eine zentral herausragende Rolle.

Unter seiner Leitung führte IGEP in der Mitte der 90-er Jahre einen eigenen; ISES 2000/2020 Standard indischer Ausprägung ein, der als Vorläufer des SA 8000 Standards gilt. Die ISES Standards sind seit den ersten Testprojekten in der indischen Textil- und Lederindustrie Grundlage für die „Initiative für Sozialverträglichkeit“(Business Social Compliance Initiative) der Internationalen Außenhandels-vereinigung (Foreign Trade Association, FTA) in Brüssel.Seither wurden die Standards für Sozial- und Umweltverträglichkeitauch in Bereichen wie Teppiche, Lederwaren, Handwerk, Schmuck, Naturstein, Glimmer, Textilien, Bekleidung und vielen anderen Sparten erfolgreich eingeführt.

Die Stiftung IGEP verbindet die Handels- und Investitionsförderung sowie Umwelt- und Sozial-verantwortung mit einer Vielzahl sozialer Aktivitäten und Programme, die hier wesentlichauch von Exporteuren, Importeuren und anderen Unternehmen der Privatwirtschaft finanziert werden. Durch die RUGMARK Initiative wurden sechs Schulen und ein Kinderheim mit Internat in‘s Leben gerufen. In der Region Varanasi-Mirzapur-Bahodi in Uttar Pradesh stehen sie Kindern von Webern und anderen ärmeren Schichten offen. Derzeit besuchen etwa 2500 Kinder diese Einrichtungen.



Daneben wurden sogenannte„Little Keb-Schulen“ in New Delhi und Jharkhand angesiedelt. Bis Ende 2011 wurden drei solcher Schulen für die ärmsten Bevölkerungsschichten geschaffen, zwei weitere sind geplant. Hierbei werden in allenEinrichtungen eine anerkannte Schulausbildung sowie auch Grundkurse zur Berufsausbildung durchgeführt.

Darüberhinaus wird eine regelmäßige medizinische Grundversorgung, gegebenenfalls auch Maßnahmenfür Spezialfälle, epidemische Vorsorge und Behandlung,angeboten.
Für seine Arbeit und Erfolgein Indien wurde Dr. Kebschull von den Exportförderungsbehörden für Handicrafts, Teppicheund  Schmuck, dem Design- und Entwicklungsinstitut der Schuhindustrie (Noida), sowie dem Central Leather Research Insitute in Chennai geehrt und ausgezeichnet. 1995 wurde ihm in Anerkennung seiner herausragenden Arbeit und Erfolgefür die wirtschaftliche Entwicklung Indiens und die internationale Zusammenarbeit das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Dr. Kebschull wirkt gesellschaftlich aktiv im Rotaryclub Delhi Midtown mit, dem er 1996/97 als bisher einziger Deutscher in Indien als Präsident diente und für den er weiterhin vielfältige soziale Aufgaben wahrnimmt.

Seineberuflichen Wirkungsschwerpunktespiegeln sich in vielen seiner Publikationen wider. Er wirkte als Autor und Mitautor von 21 Büchern und verfasste mehr als 40 Feasibility-Studien. Über 200 Abhandlungen in Fachpublikationen und weitere 500 kürzereDarstellungen in Zeitungen und Business Magazinen stammen aus seiner Feder.

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